Patagonien (Argentinien)

Die Natur in ihrer reinsten Form

X

Finde dein perfektes Reiseziel!

Travelmyne ist eine einzigartige und kostenlose Reisezielsuchmaschine, mit welcher du auf Basis von über 100.000 Datensätzen aus hunderten Reiseregionen der ganzen Welt das ideale Reiseziel für dich finden kannst!

444

Patagonien (Argentinien) - Die Natur in ihrer reinsten Form

Die Landschaft Patagoniens stellt in vielerlei Hinsicht eine Ausnahme von der Regel dar. Die unendliche Weite der Pampa, einzigartige Vulkane und Bergformationen sowie eindrucksvolle Gletscher verkörpern jedoch nicht nur die Launen der Natur, sondern bieten in Sachen Outdooraktivitäten auch ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Berühmter Berg in Patagonien - Argentinien

Geografie - Südlichste Landschaft Südamerikas

Patagonien ist eine geografische Region im südlichen Südamerika, die sich über die Länder Chile und Argentinien erstreckt. Von den Flüssen Río Colorado in Argentinien und Río Bío Bío in Chile sowie der Magellanstraße begrenzt, wird sie von den Gebirgszügen der Anden in die Großlandschaften Westpatagonien (Chile) und Ostpatagonien (Argentinien) zerlegt. Der argentinische Teil von Patagonien wartet mit einer Fläche von knapp 765.000 km² auf und verteilt sich auf folgende Provinzen des Landes: Neuquém, Río Negro, Chubut, Santa Cruz und Tierra del Fuego. Zusätzlich lässt sich die Landschaft Patagoniens in einzelne Subregionen aufgliedern: Südanden, Patagonische Meseta, Patagonische Atlantikküste und Feuerland. Das Klima in diesen einzelnen Regionen ist unterschiedlich. Während an der Atlantikküste ein gemäßigtes Klima mit warmen Sommern und milden Wintern vorherrscht, wird die Meseta von einem kontinentalen Klima und warmen Sommer- sowie kalten Wintermonaten bestimmt. In den Südanden hingegen dominiert ein feucht-kühles Wetter die Jahreszeiten.

Die Seenlandschaft Patagoniens

Natur - Von weitläufigen Steppen und großflächigen Seen bis hin zu eindrucksvollen Gletschern

Die Landschaft Patagoniens wartet mit einer einzigartigen und vielfältigen Mischung aus herrlichen Seen sowie Flüssen, Fjorden, Gletscher, großen Wäldern, weitläufigen Steppen (Pampas) und eindrucksvollen Vulkane auf. Die Region befindet sich im Schatten der Anden und wird zu einem großen Teil von der weiten und kargen, trockenen sowie rauen Schichtstufenlandschaft der Meseta bestimmt. Zahlreiche Hochebenen, Mittelgebirge, temporäre Seen und Salzgewässer warten nur darauf entdeckt zu werden. Die Atlantikküste ist vor allem bekannt für ihre einsamen Strände und ihre intakte Fauna aus Pinguinen, Delfinen, Seelöwen, See-Elefanten und Walen. Die Halbinsel Valdés, 1999 zum Weltnaturerbe der UNESCO ernannt, ist eines der beliebtesten Ziele an der Küste Patagoniens. Ein weiteres Naturerbe des argentinischen Patagoniens ist der Nationalpark Los Glaciares in den Südanden. Dort befindet sich mit dem Perito-Moreno-Gletscher eines der größte Gletscher außerhalb der Antarktis. Dieser ist neben dem 3406 Meter hohen Granitberg Fitz Roy eines der Hauptattraktionen des Parks sowie ganz Patagoniens. Ebenfalls in den Südanden befindet sich der Nationalpark Nahuel Huapí mit seinem atemberaubenden Berg-, Wald- und Seenpanorama. Die dort befindlichen Gewässer wie beispielsweise der Nahuel Huapí werden von den Gletschern der südlichen Anden gespeist. Der gleichnamige Nationalpark bietet zudem mehreren Tierarten wie dem Guanako, Nandus, Hirschen, Wildschweinen, Ottern, Gürteltieren und Pumas eine Heimat.

Gletscher Patagoniens

Kultur - Auf den Spuren der Ureinwohner Patagoniens

Seinen Namen verdankt Patagonien vermutlich seinem Entdecker Ferdinand Magellan. Der portugiesische Seefahrer gab den einheimischen Indianern, auf welche er im Rahmen seiner Entdeckungen stoß, die Bezeichnung patagones, was soviel bedeutet wie Großfüßer. Die Ureinwohner Patagoniens waren vor allem Jäger und Fischer, die bereits vor über 10000 Jahren v. Chr. die Region bevölkerten und sich von den einheimischen Tierarten wie den Guanacos oder Nandus ernährten. Allerdings waren die Indianer Patagoniens Nomaden, weshalb keine Siedlungen, sondern vielmehr mehrere Höhlenmalereien in der Umgebung deren Existenz belegen. Eine davon ist die cueva de las manos in der Provinz Santa Cruz. Die Höhlenzeichnungen, vor allem Abbildungen von Händen, zählen seit 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Kulturerbestätte in Patagonien

Erleben - Schafzucht und patagonisches Barbecue

In Patagonien bilden vor allem der Tourismus, die Ölgewinnung, der Obst- und Gemüseanbau sowie die Schafzucht einen wichtigen Teil der Wirtschaft. Insbesondere letzteres liegt auf der Hand, da über die Hälfte Patagoniens Weideland ist. Die flauschigen Tiere werden nicht selten von Gauchos begleitet, die Cowboys Südamerikas. Mit Pluderhosen, einer Baskenmütze, einem Halstuch und Sporen an den Stiefeln betreiben sie auf ihren Estancias, eine Art Rinderfarm, eine stationäre, extensive Weidewirtschaft (Ranching). Doch die Schafe dienen nicht nur als Woll-, sondern auch als Fleischlieferant. Lammfleisch ist, im Gegensatz zum teureren Rindfleisch, ein häufiger Bestandteil vieler regionaler Gerichte. Besonders beliebt ist das patagonische Barbecue, bei dem unter anderem ein Lamm schräg über einem Holzkohlegrill mehrere Stunden lang gegart wird.

Schafsherde und Gauchos in Patagonien

Aktivitäten - Der Traum jedes Aktivurlaubers

Patagonien ist das Eldorado für Naturliebhaber und Aktivurlauber. Die raue, abwechslungsreiche Landschaft ist eine Oase für zahlreiche Outdoor-Aktivitäten. Die Natur der Anden und die dort befindlichen Nationalparks laden unter anderem zum Trekking, Bergsteigen, Rafting, Reiten, Paragliding, Eiswandern sowie Skifahren ein, während die Küstenregion zu jeglicher Art von Wassersport verführt. Außerdem fordert die durch Patagonien führende Ruta Cuarenta Motorsportliebhaber regelrecht zu einer einmaligen Tour durch die atemberaubende Landschaft Patagoniens heraus.

Wandern an den Gletschern Patagoniens

Informationen

Die beste Reisezeit für einen Patagonienurlaub fällt auf die Monate Oktober bis April (Hauptsaison: Dezember – Januar). Die argentinischen Sommermonate bringen Temperaturen von bis zu 25 °C sowie längere Tage mit sich, während die Winterzeit (Mai – September) sehr kalt und schneereich werden kann. Ansonsten herrschen das ganze Jahr über starke Winde, welche zum Teil kühle Luft mit sich bringen. Die Anreise erfolgt am besten mit dem Flugzeug über den Flughafen von Buenos Aires. Von dort geht es weiter mit dem Bus, dem Zug oder den nationalen Fluglinien.

Der Gedanke an Patagonien weckt in jedem Aktivurlauber Unternehmungslust und eine unverwechselbare Sehnsucht nach Abenteuer. Die einmalige Mischung aus eindrucksvollen Bergen, einzigartigen Vulkanen und imposanten Gletschern sowie einer unberührten Steppenlandschaft lässt kaum das Herz eines Naturliebhabers unberührt.