Bhutan

Das verborgene Königreich im Himalaya

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Bhutan – Das verborgene Königreich im Himalaya

Verborgen im Himalaya existiert das uralte Königreich Bhutan. Über das geheimnisvolle Land ist noch wenig bekannt. Dabei beherbergt es mit seinen reichen buddhistischen Schätzen und einer unglaublich vielseitigen Natur einzigartige Sehenswürdigkeiten.

Taktshang Kloster im Gebirge von Bhutan

Geografie - Ein Land der Berge

Das Königreich Bhutan, das „Land des Donnerdrachen“, ist ein südasiatischer Binnenstaat. Es grenzt an Indien und China an. Bei Bhutan handelt es sich um ein Land der Berge, das zum großen Teil im Himalaya liegt. Während in den Tälern gemäßigtes bis tropisches Klima mit vor allem im Sommer angenehm warmen Temperaturen herrscht, ist das Wetter in den Bergen von kalten Wintern und kühlen Sommern geprägt.

Ebene und Berge in Bhutan

Natur - Vom Dschungel in die raue Gebirgswelt

Durch den Süden des Landes zieht sich ein schmaler, flacher Streifen, der zum Ganges-Delta gehört. Dort befinden sich fruchtbare Ebenen, in denen es wilden, dichten Dschungel gibt. Dieser ist die Heimat von Tigern, Leoparden, Elefanten und Waranen. Direkt an das Gebiet schließen sich mittelhohe Berge um die 3.000 Meter an. In diesen recht milden Regionen erstrecken sich ausgedehnte, üppige Wälder, durch die Wölfe, Bären, Takine und Moschushirsche streifen. Der Norden des Landes wird von den mächtigen Bergen des Himalayas mit ihrer rauen, zerklüfteten Felsenwelt geprägt. Nur sehr widerstandsfähige Pflanzen und Tiere finden sich dort, bis noch weiter oben lediglich Eis und Schnee zu finden sind.

Seltene Takine in Bhutan

Natürliche Sehenswürdigkeiten - Royal Manas und Jigme Dorji bieten tolle Natureindrücke

Die Vielfalt des asiatischen Dschungels lässt sich im Royal Manas Nationalpark im Südwesten des Landes erleben. Weiße Nashörner, Leoparden, Elefanten und Tiger gehören zu seinen Attraktionen. Dagegen vermittelt der Jigme Dorji Nationalpark einen Eindruck von Bhutans Bergwelt mit Gipfeln um die 7.000 Meter, den Steppen und der weitgestreckten Graslandschaft. In dem geschützten Gebiet leben Schneeleoparden, Tiger, Kleine Pandas und Blauschafe. Bhutans schöne Natur kann man sehr gut auch im Phobjikha-Tal, das Tal der Kraniche, erfahren, in dessen fruchtbarer Landschaft Schwarzhalskraniche und Yaks leben. Landschaftlich reizvoll und religiös bedeutsam ist der brennende See in der Nähe von Jakar. Der Name des Gewässers, bei dem es sich eigentlich um einen Fluss handelt, beruht auf einer Legende, nach der ein Heiliger am Grund einst einen Tempel gesehen hat. Der Berg Gangkhar Puensum (7.570 m) übt wiederum besonders auf Kletterfreunde eine starke Faszination aus, da er der höchste bisher noch nicht bestiegene Berg der Erde ist und Raum für anspruchsvolle Touren bietet.

Der brennende See, Fluss in Bhutan

Kultur - Schon im 17. Jahrhundert ein Königreich

Die ursprünglichen Bewohner des Landes wurden im 9. Jahrhundert von den Tibetern erobert, woraufhin sich der Buddhismus rasant ausbreitete. Im 17. Jahrhundert entstanden aus den einzelnen Fürstentümern des Landes erstmals ein eigenständiger Staat Bhutan. Während eines hundertjährigen Konfliktes versuchte das Vereinigte Königreich immer wieder, an Einfluss in dem Land zu gewinnen, erkannte aber 1910 dessen Unabhängigkeit an. Heute gibt es in Bhutan eine demokratische Monarchie, bei dem neben einem erblich bestimmten Throninhaber ein Parlament über die Geschicke des Landes bestimmt. Viele Bewohner des Landes haben indische, nepalesische oder tibetische Wurzeln. Buddhismus und Hinduismus spielen als Staatsreligionen im gesamten, nach wie vor sehr dörflichen Leben der Menschen eine große Rolle. Sie finden zum Beispiel in den markanten Bauwerken des Landes ihren Ausdruck, die durch die Bauweise Harmonie und Kraft verkörpern sollen.

Dörfliches Leben und Arbeiten in Bhutan

Kulturelle Sehenswürdigkeiten - Einmalige Kulturschätze in Thimpu, Paro und Taktsang

Erst seit der Ernennung zur Hauptstadt 1961 wurde Thimphu ein wenig städtisch. Der ländliche Charme ist noch spürbar, auch wenn Fahrzeuge und moderne Gebäude immer mehr das Gesicht der Stadt prägen. So bestimmen detailreich verzierte Holzhäuser das Bild. Es gibt eine breite, aufregend bunte Basarstraße und einen Wochenmarkt, den man gesehen haben sollte. Die stattliche Klosteranlage Tashi Chho Dzong im Norden der Stadt ist der Sitz des Königs. Dagegen geht es um den Platz des Glockenturms, dem Wahrzeichen der Stadt, moderner zu. Die Stadt Paro besitzt ebenfalls fantastische Sehenswürdigkeiten, zu denen die Klosterfestung Rinchen Pung Dzong und die Burg Ta-Dzong zählen. Sehenswert ist dazu das Kloster Taktsang („Tigernest“) nördlich der Stadt, das direkt an eine steile Felsenwand 700 Meter über dem Paro-Tal gebaut wurde. Viele schöne Klöster und Tempel, die in eine wundervolle Landschaft eingebettet sind, befinden sich in den Tälern von Jakar. Erst seit Kurzem für Touristen offen ist der Osten des Landes, in dem man traditionelles Kunsthandwerk und die eindrucksvolle Trashigang Dzong-Festung sehen kann.

Nationale Gedenkstätte in Bhutan

Erleben - Sich im Nationalsport Bogenschießen ausprobieren

Käse-Chili-Eintopf mit rotem Reis ist das Nationalgericht von Bhutan. Generell gibt es Reis und Yak-Käse zu den meisten Mahlzeiten. Die roten Chili-Schoten liegen überall im Land zum Trocknen auf den Dächern aus. Beliebte Getränke sind Buttertee und der Reisschnaps Ara. Kunsthandwerk wird in Bhutan groß geschrieben. Entsprechend finden sich dort landestypische Waren wie bunte Handwebstoffe, Schmuck, Holzschnitzereien, Tanzmasken oder Teeschalen. Diese Produkte werden insbesondere sonntags auf den Märkten angeboten. Wer mehr über das Wesen der Bewohner erfahren möchte, sollte zum Bogenschießen gehen, das Nationalsport und Ritual zugleich ist. In Thimphu kann man den Schützen im Stadion beim Schießen zuschauen – oder gar selber einmal Hand an Bogen und Pfeil anlegen. Religiöse Feste sind ein weiterer wichtiger Teil von Bhutans Kultur. Vor allem die dabei aufgeführten bunten, ausgelassenen Tänze mit ihren maskierten Darstellern bieten einen faszinierenden Einblick in die Lebensweise des Landes und die Kultur der Klöster. In Thimphu kann man zudem das Open Air Theater besuchen.

Religiöse Feste mit Masken-Tanz in Bhutan

Aktivitäten - Erstklassige Trekkingtouren

Zum Einstieg in die faszinierende Bergwelt Bhutans werden zahlreiche Trekkingtouren angeboten. Zu Fuß geht es die Berge hinauf, begleitet von Pferden und Yaks als Gepäcktieren. Auch Reiterausflüge durch die unberührte Natur sind möglich. Dazu bieten die Berge gute Bedingungen zum Klettern. Wer einen Einblick in die Lebenswelt des Landes erhalten will, kann wiederum an einer Kulturtour durch die Bergdörfer teilnehmen und zum Beispiel bei der traditionellen Papierherstellung zuschauen.

Trekkingtouren per Pferd in den Bergen von Bhutan

Informationen

Die Anreise ist am Flughafen Paro (PBH) möglich, der von den Nachbarländern aus angeflogen wird. In die Hauptstadt Thimphu gelangt man per Hubschrauber. Ansonsten eignen sich Taxis und Busse, um das Land zu erkunden. Die offizielle Amtssprache ist Dzongkha. Wer in das Land reisen möchte, braucht hierfür eine Genehmigung. Häufig werden nur Gruppenreisen zugelassen.

Bhutan ist als Urlaubsziel ein echter Geheimtipp. Da es noch keinen touristischen Boom gegeben hat, kann man dort ein Land in seiner Ursprünglichkeit erkunden. Damit eignet sich Bhutan hervorragend für diejenigen, die kulturelle Schätze und eine atemberaubende Natur fern der Massen erleben wollen.